Horoskop leitet sich aus dem griechischen Wort für Stunden, Zeitanzeiger“ ab. Und genau das ist ein Horoskop, nämlich nichts anderes als eine Berechnung der Sternenbilder zu einem bestimmten Zeitpunkt und Ort. Diese Momentaufnahme des Sternenhimmels, welches die Astrologinnen und Astrologen auch „Radix“ oder Geburtsbild nennen, ist somit eine Abbild des neugeborenen Menschen, in einer unserem abendländischen Denken schwer vorstellbaren Dimension. Warum dies so ist, darüber scheiden sich die Gemüter. Dass es aber so ist, das beweisen viele Jahrtausende Beobachtung des Sternenhimmels und der Gestirne. Gemäß einem analogen Denken kann ein und dieselbe Sache in verschiedenen Dimensionen oder Bildern ausgedrückt werden Ein Horoskop ist eine andere Sprache, um Persönlichkeitsanlagen und Charakteranlagen eines Menschen auszudrücken. Die Planeten fungieren hierbei als Symbole die es zu übersetzen gilt. Sozusagen sind die Astrologen und Astrologinnen „Übersetzer“ einer Symbol –oder Bildersprache.
Wichtig in dieser Diskussion ist, dass sich die Astrologie nicht am fixen Sternenhimmel orientiert, sondern am „tropischen Tierkreis“. Dieser Tierkreis orientierte sich an den Ritualen und Monaten des Jahres also vormals dem Ackerbaujahr. Dieser teilt das Jahr in 12 Teile, die wir Sternzeichen nenne. Dieser Tierkreis unterscheidet sich vom aktuellen Sternenbild, das sich auf die Figuren und Zeichen bezieht, die durch Fixsterne gebildet werden.
Die Einteilung in einen siderischen und tropischen Tierkreis geht bis in die Antike zurück und ist äußerst komplex. Weiterführende Erklärungen habe ich hier und hier gefunden. .
Wenn man sich also mit Astrologie beschäftigt, sollte man sich im Klaren sein, dass die Sterne uns also auf alle Fälle nicht beeinflussen, sondern wir lediglich „Symbole“ übersetzen.
